NEIN zu 81 Millionen für 4,5 Minuten!

Gemäss Kreditbotschaft des Regierungsrats reduziert das Projekt die Fahrzeit im Feierabendverkehr zwischen Oensingen und Balsthal um lediglich 4,5 Minuten. Wegen diesen paar Minuten Zeitgewinn am frühen Abend ein bis zu 81 Millionen Franken teures Strassenprojekt zu bauen ist unverhältnismässig. Dieses Geld können die Gemeinden und der Kanton wesentlich sinnvoller einsetzen. Hinzu kommen Kosten für Unter-/Werterhalt von bis zu einer Million Franken jährlich!

Das Projekt basiert auf falschen Zahlen!

Der Kanton rechtfertigte das Projekt ursprünglich mit einem jährlichen Verkehrswachstum von bis zu 1,5 Prozent. Inzwischen liegen die realen Zahlen vor und sie zeigen, dass der Verkehr in der Klus in den letzten neun Jahren um mehrere Prozent zurückgegangen ist. Das Projekt basiert auf falschen Zahlen. Die aktuelle Situation kann mit kostengünstigeren Massnahmen verbessert werden.

Landschaft und Klima kommen unter die Räder

Ein vom Solothurner Verwaltungsgericht in Auftrag gegebenes Gutachten bestätigt, was Projektkritiker seit Jahren bemängeln: Das 81-Millionen-Projekt führt zu einer massiven Beeinträchtigung eines baugeschichtlich wertvollen Bereichs in der Klus. Für den Bau der neuen Strasse müssten auch mehrere Wohnhäuser abgebrochen werden. Aber auch Tiere und Pflanzen würden beim Bau der Strasse unter den massiven Eingriffen leiden. Der Standort von geschützten Orchideen wird zerstört, Wald gerodet und der Klimaschutz wäre einmal mehr der grosse Verlierer.

Massive Belastung für das Wohnquartier

Auch mit der Umfahrungsstrasse führt der ganze Verkehr in den Kreisel und das Städtchen Klus wird auch zukünftig von rund 5000 Fahrzeugen durchquert. Zudem zerschneidet die neue Strasse das Balsthaler Wohnquartier Gutenfluh, pro Tag würden bis zu 20‘000 Autos und Lastwagen wenige Meter vor den Wohnungsfenstern vorbeidonnern. Die dort lebenden Menschen werden künftig massiv mit zusätzlichem Lärm und Abgasen belastet. Das Problem würde mit der Umfahrung also nur verschoben, das Projekt ist deshalb nicht durchdacht und sinnlos.

Noch mehr LKW-Transitverkehr?

Das «Thaler Komitee NEIN zur überrissenen 81-Millionen-Luxusstrasse» befürchtet mit dem Bau der Umfahrung zusätzlichen LKW-Transitverkehr. Das Thal bietet mit dem Naturpark eine hervorragende Wohnlage und ist eine attraktive Region für Erholung und sanften Tourismus. Jede Kapazitätserweiterung Richtung Autobahn wird wie ein Magnet mehr Transitverkehr anziehen. Das führt zu einer zusätzlichen Belastung für die Thaler Dörfer. Der Schulweg über die Hauptstrasse wird noch gefährlicher und es ist mit mehr Lärm, schlechterer Luft und weniger Lebensqualität zu rechnen. 

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